Looker Studio ist das Google-Tool, mit dem Sie Daten aus Google Ads, GA4 und weiteren Quellen verbinden und daraus teilbare Berichte und Dashboards bauen. Im April 2026 hat Google es wieder in Data Studio umbenannt; die Basisversion blieb ohne Lizenzkosten, Enterprise-Funktionen wanderten in Data Studio Pro. Ein Werbereport entsteht in vier Schritten: Datenquellen verbinden, berechnete Felder anlegen, Seiten gestalten und den Bericht teilen.
Da sich das Suchverhalten noch nicht angepasst hat, verwenden wir beide Namen. Bestehende Berichte, Datenquellen und Links wurden ohne Ihr Zutun übernommen.
Was ist Looker Studio, und gibt es einen Unterschied zu Data Studio?
Nur der Name ist anders. Das Tool hieß ab 2022 Looker Studio und kehrte 2026 zum ursprünglichen Namen zurück, um die Verwechslung mit Looker, Googles Enterprise-BI-Plattform, zu beenden. Die Funktion ist gleich: Datenquellen verbinden, Berichte mit Diagrammen und Tabellen gestalten, per Link oder geplanter E-Mail teilen. Eine kostenpflichtige Pro-Stufe ergänzt Teamverwaltung, Sicherheit und KI-Funktionen.
Welche Werbedaten lassen sich mit Looker Studio verbinden?
Quellen aus dem Google-Ökosystem (Google Ads, GA4, Search Console, YouTube Analytics, Sheets, BigQuery) werden über Google-eigene Connectoren direkt angebunden. Meta Ads, TikTok Ads, Criteo und CRM-Daten brauchen meist kostenpflichtige Partner-Connectoren, einen Export nach Google Sheets oder eine Zwischenschicht wie BigQuery. Rechnen Sie Kosten und Pflegeaufwand bei Mehrkanal-Reports ein.
- Google Ads Connector: Kennzahlen auf Ebene von Kampagne, Anzeigengruppe, Keyword und Suchbegriff.
- GA4 Connector: Sitzungen, Channel-Gruppen, Conversions und Umsatz; die Latenz der Standardberichte liegt meist bei 24-48 Stunden.
- Sheets: die einfachste Zwischenschicht für Daten anderer Plattformen.
- BigQuery: die robusteste Option für große Datenmengen und das Zusammenführen vieler Quellen.
Schritt für Schritt: einen Werbereport in Looker Studio bauen
Ein guter Werbereport beginnt mit der richtigen Frage: Wer liest ihn, für welche Entscheidung? Ein monatlicher Kundenbericht und ein internes Tages-Dashboard werden unterschiedlich gestaltet. Der folgende Ablauf liefert ein Gerüst, das für beide funktioniert.
- Unter lookerstudio.google.com einen leeren Bericht anlegen, die Google Ads Datenquelle hinzufügen und GA4 als zweite Quelle verbinden.
- Währung und Zeitzone in den Datenquellen-Einstellungen prüfen; bei Konten mit unterschiedlichen Währungen im Bericht vermerken.
- Berechnete Felder anlegen: ROAS = Conversion-Wert / Kosten, CPA = Kosten / Conversions, Conversion Rate = Conversions / Klicks.
- Auf Seite eins Kurzübersichten mit Periodenvergleich (Ausgaben, Umsatz, ROAS, CPA) platzieren.
- Auf Seite zwei Trenddiagramme, auf Seite drei eine Kampagnentabelle mit bedingter Formatierung einfügen.
- Zeitraum- und Kampagnenfilter auf Berichtsebene hinzufügen, dann mit Leserechten teilen oder geplanten E-Mail-Versand einrichten.
Berichte lesen statt bauen
Ads Sensor vereint Meta-, Google-, TikTok-, Criteo- und GA4-Daten und bietet einen kundenfertigen Monatsbericht-Modus.
Welche Seiten gehören in ein Werbe-Dashboard?
Eine Struktur mit vier Seiten genügt den meisten Teams: Übersicht, Kanäle, Kampagnen und Nutzerverhalten auf der Website. Die Übersicht liest ein Entscheider in 30 Sekunden; sie sollte nur 4-6 KPIs mit Periodenvergleich enthalten. Kanal- und Kampagnenseiten sind für Details. Kanalvergleiche setzen UTM-Disziplin voraus (Leitfaden zu UTM-Parametern).
- Übersicht: Ausgaben, Umsatz, ROAS oder MER, CPA; prozentuale Veränderung zur Vorperiode.
- Kanäle: Ausgaben und Umsatz nach GA4-Standard-Channel-Gruppe und Plattform.
- Kampagnen: Kampagnentabelle mit bedingter Formatierung, Top 10 und Flop 10.
- Website-Verhalten: Conversion Rate nach Landingpage und Gerät (explorative Datenanalysen in GA4).
Wohin fließt die Zeit beim manuellen Reporting?
Looker Studio erleichtert die Visualisierung, doch der größte Teil der Reporting-Zeit fällt davor an. Im Beispielszenario einer Agentur gehen 40 % der Zeit in das Sammeln von Daten aus verschiedenen Plattformen und 25 % in Bereinigung und Verknüpfung; die Interpretation, die den eigentlichen Wert liefert, erhält nur 20 %. Bei Mehrkanal-Reports verschärfen Partner-Connectoren und Pflege das oft.
Typische Fehler in Looker Studio Werbereports
- Falscher Schlüssel beim Verknüpfen: Google Ads und GA4 über Datum und Kampagnenname gemeinsam verknüpfen, sonst vervielfachen sich Zeilen.
- GA4- und Google-Ads-Conversions gleichsetzen: Attribution und Zählung unterscheiden sich; Quelle beschriften.
- Zu viele Diagramme: Der GA4 Connector unterliegt API-Kontingenten; volle Seiten erzeugen 'Kontingent überschritten'-Fehler.
- Gemischte Währungen: Konten in verschiedenen Währungen ohne Umrechnung summieren.
- Kein Kommentar: Leser erwarten Antworten auf 'was, warum, was nun', keine Zahlentabelle (Vorlage für Kundenreporting).
Was bietet Ads Sensor, wenn Looker Studio nicht reicht?
Looker Studio ist ein flexibles Visualisierungstool, überlässt Ihnen aber das Zusammenführen, Interpretieren und Umsetzen. Ads Sensor bringt Meta, Google Ads, TikTok, Criteo und GA4 ohne zusätzliche Connectoren in ein Panel, mit plattformübergreifendem Umsatz- und ROAS-Vergleich, KI-gestützter Kampagnenanalyse und begründeten Maßnahmen. Der kundenfertige Monatsbericht-Modus soll Agenturen die Berichtserstellung verkürzen. Das Produkt ist in der Beta: jetzt für die Beta anmelden.