Eine Lookalike Audience ist eine neue Zielgruppe aus Nutzern, die sich wie eine von Ihnen bereitgestellte Quellliste verhalten. Die Plattform findet gemeinsame Muster in der Quelle und erlaubt Ihnen, Menschen anzusprechen, die dazu passen, Sie aber noch nicht kennen. Entscheidend: die Qualität kommt aus Ihrer Liste, nicht aus dem Algorithmus.
Wie funktioniert eine Lookalike Audience?
Der Ablauf hat drei Stufen. Zuerst geben Sie eine Quellzielgruppe an: Kundenliste, kaufende Website-Besucher oder App-Nutzer. Die Plattform extrahiert die gemeinsamen Signale. Dann sortiert sie Nutzer im gewählten Land nach Ähnlichkeit zu diesem Muster und gibt Ihnen die oberste Schicht als Zielgruppe. Der Prozentsatz ist genau die Größe dieser Schicht.
Was unterscheidet 1% und 10%?
Der Prozentsatz zeigt, wie großer Anteil der Landesbevölkerung in die Zielgruppe kommt. 1% ist die ähnlichste und engste Schicht: hohe Treffsicherheit, begrenzte Reichweite. 5% und mehr erzeugen eine viel größere Zielgruppe, in der Ähnlichkeit verdünnt und die Conversion-Rate sinkt.
Wie wählt man die Quellzielgruppe?
Das ist die wichtigste Entscheidung im ganzen Prozess. Alle Website-Besucher ist eine bequeme Quelle, enthält aber viele Menschen ohne Kaufabsicht. Die besten Ergebnisse liefert meist eine Liste hochwertiger Kunden: Wiederkäufer, hohe Warenkörbe, keine Retouren.
- Quelle wählen: möglichst eine Liste von Kunden mit hohem Lebenszeitwert.
- Liste bereinigen: Retournierer, einmalige Rabattkäufer und Testbestellungen entfernen.
- Prozentsatz wählen: mit 1% starten und bei zu wenig Volumen schrittweise weiten.
- Testen: die neue Zielgruppe mit gleichem Creative und Angebot gegen die bestehende messen.
Welche Zielgruppe bringt wirklich Gewinn?
Ads Sensor analysiert Kampagnen auf vier Plattformen mit KI und zeigt zielgruppen- und creativebedingte Leistungsunterschiede begründet auf.
Wann funktionieren Lookalikes nicht?
In drei Fällen enttäuschen sie. Erstens, wenn die Quellliste zu klein ist, lässt sich kein Muster ableiten; einige hundert Datensätze sind meist die Untergrenze. Zweitens, wenn die Quelle heterogen ist, verliert Ähnlichkeit ihren Sinn. Drittens, wenn Ihr Produkt in einer sehr engen Nische liegt, ist die Zahl ähnlicher Personen ohnehin begrenzt.
Machen automatische Zielgruppen Lookalikes überflüssig?
Nein, sie verschieben die Rolle. Metas breite automatische Ausrichtung sucht die Zielgruppe selbst; ein Lookalike sagt dem System, wo es anfangen soll. Gerade in neuen Konten und engen Nischen zählt dieses Startsignal. Wann automatische Ausrichtung passt, steht im Advantage+ Beitrag; das größere Bild liefert Zielgruppen-Targeting.
Ein Lookalike ist der werbliche Ausdruck Ihrer First-Party-Daten. Wie diese Daten entstehen, steht in der First-Party-Daten-Strategie; für Kampagnenergebnisse in einem Dashboard: zur Ads Sensor-Beta anmelden.