Um Google Werbung zu schalten, legen Sie unter ads.google.com ein Google Ads Konto an, hinterlegen eine Zahlungsmethode, richten das Conversion Tracking ein und starten eine Suchkampagne zu einem eng gefassten Thema. Über den Erfolg entscheiden weniger die Anzeigentexte als zwei Dinge: saubere Messung ab Tag eins und bewusst eingeschränkte Standardeinstellungen.
Google Ads ist eine auktionsbasierte Werbeplattform, die Anzeigen in der Google Suche, auf YouTube, in Maps und auf Partnerseiten ausspielt. Sie zahlen pro Klick; der Preis hängt von Wettbewerb, Anzeigenqualität und Suchkontext ab. Zur Kostenfrage lesen Sie unseren Beitrag zu den Google Ads Kosten.
Was brauchen Sie, um bei Google Werbung zu schalten?
Sie brauchen ein Google Konto, eine Website oder Landingpage, eine gültige Zahlungsmethode und ein messbares Ziel. Am häufigsten fehlt die Messung: Ohne Google Tag oder GA4 auf der Website weiß die Kampagne nicht, welche Klicks zu Kunden wurden, und bietet nach Schätzung.
- Google Konto: möglichst eine Firmenadresse statt einer privaten.
- Landingpage: eine schnelle, mobiltaugliche Seite, die das Anzeigenversprechen einlöst.
- Zahlungsmethode: Kredit- oder Debitkarte, Rechnungsdaten auf das Unternehmen.
- Messung: Google Tag oder GA4 plus mindestens eine Conversion Aktion (Kauf, Formular, Anruf).
- Ziel und Budget: ein Zahlenziel wie '40 Anfragen pro Monat' und ein Testbudget für 30 Tage.
Schritt für Schritt: Google Ads Konto anlegen und erste Kampagne starten
Die Reihenfolge zählt: erst Konto und Messung, dann Kampagne. Neue Konten landen in einem vereinfachten Assistenten, der schnell ist, aber Keywords, Netzwerke und Standorte kaum steuerbar macht. Im Expertenmodus sehen Sie, wofür Sie bezahlen.
- Konto unter ads.google.com anlegen und im Assistenten in den Expertenmodus wechseln.
- Land, Zeitzone und Währung sorgfältig wählen; Zeitzone und Währung lassen sich später nicht ändern.
- Google Tag installieren oder GA4 verknüpfen, dann die primäre Conversion Aktion festlegen (Conversion Tracking einrichten).
- Als Ziel 'Umsätze' oder 'Leads' und als Kampagnentyp Suche wählen.
- In den Netzwerkeinstellungen die Erweiterung auf das Displaynetzwerk deaktivieren.
- Bei den Standortoptionen 'Personen an oder regelmäßig an Ihren Zielorten' wählen; die Option 'Interesse' kann Budget ins Ausland lenken.
- Eine Anzeigengruppe zu einem einzigen Produkt- oder Leistungsthema mit 10-20 Keywords anlegen, zunächst passende Wortgruppe und genau passend.
- Für die responsive Suchanzeige mindestens 8-10 verschiedene Titel und 4 Beschreibungen schreiben, dazu Sitelinks und Zusatzinformationen.
Welcher Kampagnentyp sollte zuerst kommen?
Für die meisten Unternehmen ist die erste Kampagne eine Suchkampagne. Suche bündelt die klarste Kaufabsicht: Nutzer suchen bereits nach Ihrem Angebot. Stark automatisierte Typen wie Performance Max oder Demand Gen funktionieren besser, sobald Conversion Daten zum Lernen vorliegen. Im E-Commerce mit fertigem Produktfeed ist Shopping der sinnvolle zweite Schritt.
Vorsicht bei Keyword-Optionen: 'weitgehend passend' in einem neuen Konto ohne stabile Messung verschiebt Budget schnell auf irrelevante Suchen. Mehr dazu in unserem Vergleich weitgehend passend vs genau passend.
Starten Sie die erste Kampagne nicht im Blindflug
Ads Sensor liest Ihr Google Ads Konto und zeigt verschwenderische Suchbegriffe mit begründeten, priorisierten Maßnahmen.
Wie hoch sollte das Tagesbudget bei Google Ads sein?
Das Tagesbudget sollte genug Klicks kaufen, um etwas zu lernen. Eine praktische Startformel: Tagesbudget = Ziel-CPC x 15-20 Klicks pro Tag. Bei 1,50 EUR pro Klick sind das etwa 23-30 EUR pro Tag. Kleinere Budgets laufen auch, aber die Lernphase dauert länger und Entscheidungen beruhen auf weniger Daten.
- Google kann an einzelnen Tagen bis zum 2-fachen Tagesbudget ausgeben; die Monatssumme bleibt unter dem 30,4-fachen (Plattformdokumentation).
- Smart Bidding braucht für stabile Ergebnisse typischerweise rund 30 Conversions in 30 Tagen; neue Konten erreichen das im ersten Monat meist nicht.
- Große, abrupte Änderungen an Budget oder Zielen können die Lernphase neu starten; ändern Sie schrittweise.
Worauf sollten Sie in den ersten 14 Tagen achten?
In den ersten zwei Wochen geht es nicht um Gewinn, sondern um saubere Signale. Prüfen Sie täglich den Suchbegriffsbericht, schließen Sie irrelevante Anfragen aus und kontrollieren Sie, ob Conversions tatsächlich erfasst werden. In einem typischen neuen Konto ist der Unterschied zwischen Standardeinstellungen und bereinigter Kampagne groß.
- Suchbegriffe: in Woche eins täglich, danach zweimal pro Woche.
- Conversion Erfassung: Testbestellung oder Testformular auslösen und in Google Ads prüfen.
- Anteil an möglichen Impressionen: bei 'durch Budget eingeschränkt' erst den Umfang verkleinern, dann das Budget erhöhen.
- Empfehlungen: automatisch angewendete Empfehlungen deaktiviert lassen und jede einzeln prüfen.
Die 5 häufigsten Fehler beim Schalten von Google Werbung
- Start ohne Messung: Budget über 'Klicks maximieren' ohne Conversion Aktion ausgeben.
- Eine Anzeigengruppe für alles: gemischte Suchabsichten senken Relevanz und Qualität (Leitfaden zur Kontostruktur).
- Traffic auf die Startseite: die Landingpage sollte genau das zeigen, was die Anzeige verspricht.
- Entscheidung nach drei Tagen: pausieren oder Budget verdreifachen auf Basis weniger Tage.
- Keine Ausschlussliste: Anfragen wie 'Job', 'Gehalt' oder 'Anleitung' verbrauchen still das Budget.
Wie unterstützt Ads Sensor bei der ersten Kampagne?
Ads Sensor liest Ihr Google Ads Konto gemeinsam mit Meta, TikTok, Criteo und GA4 in einem Panel. Die KI-Analyse priorisiert Risiken und Chancen, schlägt auszuschließende Keywords für verschwenderische Suchbegriffe vor, zeigt Keyword-Chancen und setzt freigegebene Maßnahmen über die Plattform-API um. Für jede umgesetzte Empfehlung gibt es eine automatische Vorher-Nachher-Auswertung. Das Produkt ist derzeit in der Beta: jetzt für die Beta anmelden.