Ein Google Ads Verwaltungskonto (MCC, kurz für My Client Center) ist ein Dachkonto, das selbst keine Anzeigen schaltet und ausschließlich dazu dient, andere Google Ads Konten aus einem einzigen Login heraus zu verwalten. Sie sehen dutzende Kunden- oder Markenkonten in einer Liste, steuern zentral, wer worauf zugreift, und bauen Negativ-Listen und Conversion-Aktionen einmal, damit sie für alle verknüpften Konten gelten. Dieser Leitfaden behandelt die Ebene über dem Konto, nicht Gebote, Keywords oder Anzeigentexte darin.
Was ist ein Google Ads Verwaltungskonto (MCC)?
Das Verwaltungskonto ist eine Steuerungsebene: Es bündelt die Daten der darunter verknüpften Konten und verteilt gemeinsame Einstellungen nach unten. Eigene Kampagnen hat es nicht. Wenn Sie ein bestehendes Konto verknüpfen, bleiben Verlauf, Nutzer und Zahlungsmethode unverändert; Sie setzen lediglich einen Verwaltungsdeckel darauf. Agenturen ordnen so ihr Kundenportfolio, Inhouse-Teams ihre Länder- oder Markenstruktur.
- Ein Login: keine separaten Google-Konten und Passwortschleifen mehr pro Kunde.
- Eine Übersicht: Kosten, Conversions und Leistung aller verknüpften Konten stehen vergleichbar in einer Tabelle.
- Geteilte Ressourcen: Negativ-Listen und Conversion-Aktionen werden einmal gebaut und vielfach angewendet.
- Zentrale Rechte: Nutzer hinzufügen, entfernen und Stufen ändern passiert an einer Stelle.
Wie verknüpfen Sie Unterkonten mit dem Verwaltungskonto?
Es gibt zwei Wege. Für ein bestehendes Konto senden Sie aus dem Verwaltungskonto eine Anfrage an dessen zehnstellige Kundennummer, und ein Administrator dort bestätigt sie. Alternativ eröffnen Sie das neue Konto direkt im Verwaltungskonto, dann entsteht die Verknüpfung automatisch. Für die Bestätigung braucht es im Zielkonto einen Nutzer mit Administratorzugriff.
- Verwaltungskonto anlegen, anmelden und die eigene Kundennummer notieren.
- Im Kontenbereich eine Verknüpfungsanfrage an die zehnstellige Kundennummer des Zielkontos senden.
- Der Kontoinhaber bestätigt die Anfrage über seine Google Ads Benachrichtigungen; bis dahin steht die Verknüpfung auf ausstehend.
- Nach der Verknüpfung das Konto labeln oder unter das passende Unter-Verwaltungskonto verschieben.
- Bei Bedarf die administrative Inhaberschaft in den Einstellungen des Kundenkontos aktivieren.
Wie strukturieren Sie die Zugriffsstufen?
Google Ads kennt fünf Zugriffsstufen: Administrator, Standard, Lesezugriff, Abrechnung und Nur E-Mail. Richtig aufgesetzt bekommt jede Rolle die niedrigste Stufe, mit der sie noch arbeiten kann. Administratoren können Nutzer hinzufügen und entfernen, Verknüpfungen setzen und lösen sowie Zahlungsdaten ändern, deshalb sollte ihre Zahl bewusst klein bleiben.
- Administrator: ändert Kampagnen, Abrechnung, Nutzer und Verknüpfungen. Zwei bis drei Personen pro Konto reichen meist.
- Standard: baut und ändert Kampagnen, liest Berichte, fasst Nutzer und Abrechnung aber nicht an. Die Standardstufe fürs Tagesgeschäft.
- Lesezugriff: sieht alles, ändert nichts. Passend für Ansprechpartner auf Kundenseite und Prüfer.
- Abrechnung: verwaltet Zahlungs- und Rechnungsdaten ohne Kampagnenzugriff. Für die Buchhaltung reserviert.
- Nur E-Mail: kein Kontozugriff, nur Berichte und Benachrichtigungen per Mail.
Alle verknüpften Konten auf einem Bildschirm?
Ads Sensor führt Google Ads mit Meta, TikTok, Criteo und GA4 markenweise zusammen.
Wie teilen Sie Negativ-Listen und Conversion-Aktionen kontoübergreifend?
Beides entsteht im Verwaltungskonto und wirkt nach unten. Die Liste mit auszuschließenden Keywords schreiben Sie einmal in der geteilten Bibliothek und weisen sie mehreren verknüpften Konten gleichzeitig zu; ein später ergänzter Begriff greift überall sofort. Beim kontoübergreifenden Conversion-Tracking wird eine Conversion-Aktion im Verwaltungskonto definiert, Kundenkonten sehen sie, können sie aber nicht ändern.
- Geteilte Negativ-Listen: Markenschutz, Jobsuchende, Schnäppchenjäger und andere Begriffe, die in jedem Konto gleich sind, liegen in einer Liste und werden in einem Zug aktualisiert.
- Kontoübergreifende Conversions: ein Tag, eine Definition. Die Messung wird zentral gepflegt statt pro Konto neu gebaut.
- Eine Richtung: nur das Verwaltungskonto bearbeitet eine geteilte Conversion-Aktion, Kundenkonten sehen sie.
- Vor der Umstellung dokumentieren: Zählmethode, Conversion-Zeitraum und Wert der bestehenden Aktion notieren. Nach dem Wechsel wird die alte Aktion pausiert und die Historie verteilt sich auf zwei Definitionen.
Welche Abrechnungsvariante passt zu Ihnen?
Drei Wege stehen offen: Jedes Konto zahlt mit eigener Zahlungsmethode, die Zahlung läuft gebündelt über ein zahlendes Verwaltungskonto, oder eine Mischung aus beidem. Die zusammengefasste Abrechnung funktioniert nur mit der Zahlungseinstellung monatliche Rechnungsstellung und wenn alle Konten an dasselbe zahlende Verwaltungskonto gehängt sind. Bei unterschiedlichen Währungen erhalten Sie je Währung eine Rechnung.
- Konto zahlt selbst: der Kunde nutzt seine eigene Karte, die Agentur trägt kein Ausfallrisiko. Für kleine Portfolios am saubersten.
- Zusammengefasste Abrechnung: alle Kosten landen auf einer Monatsrechnung, mit Bestellnummer und Kontobudget. Passt zu Freigabeprozessen im Konzern.
- Gemischt: einige Konten hängen am zahlenden Verwaltungskonto, andere zahlen selbst. Nützlich als Brücke bei Übergaben.
Egal welches Modell: Halten Sie die Budgetobergrenze je Konto sichtbar. Woraus sich die Kosten tatsächlich zusammensetzen, zeigen wir in Google Ads Kosten.
Wie weit skaliert die Struktur?
Die Grenzen hängen an Umsatz und Tiefe. Laut Plattformdokumentation gilt: Liegt der höchste monatliche Gesamtumsatz Ihrer Kundenkonten in den letzten 12 Monaten unter 10.000 USD, kann Ihr Verwaltungskonto gleichzeitig mit 50 aktiven Konten verknüpft sein; zwischen 10.000 und 500.000 USD sind es 2.500, über 500.000 USD gilt keine separate Obergrenze für aktive Konten. Inklusive inaktiver und gekündigter Konten liegt die Gesamtzahl bei 85.000 Verknüpfungen.
- Tiefe: eine Kundenkontostruktur darf höchstens 6 Ebenen tief sein, und ein Verwaltungskonto kann von höchstens 1 anderen Verwaltungskonto direkt verwaltet werden.
- Mehrere Manager: bis zu 5 Verwaltungskonten dürfen dasselbe Konto direkt verwalten, innerhalb einer Hierarchie ist aber nur eine Verknüpfung erlaubt.
- Regelmäßige Prüfung: die Limits werden turnusmäßig neu berechnet und am obersten Verwaltungskonto angewendet; sinkt der Umsatz, sinkt das Limit mit.
Wo endet die Verwaltungsebene?
Die Grenze ist klar. Das Verwaltungskonto entscheidet, wer worauf zugreift, welche geteilten Listen gelten und wohin die Rechnung geht. Kampagnenstruktur, Gebotsstrategie, Keyword-Auswahl und Anzeigentext bleiben im Konto. Beide Ebenen zu vermischen gehört zu den klassischen Aufsetzfehlern: Eine geteilte Negativ-Liste löst kein Leistungsproblem eines einzelnen Kontos, und eine Gebotsänderung in einem Konto räumt kein Rechte-Chaos im Portfolio auf.
In der Praxis teilt sich die Arbeit so auf: Einmal im Monat prüfen Sie die Verwaltungsebene (Zugriffe, Verknüpfungen, geteilte Listen, Abrechnung), der Wochenrhythmus läuft im Konto. Entscheidungen wie die Gebotsstrategie gehören in die zweite Gruppe.
Ads Sensor legt Ihr Verwaltungskonto nicht für Sie an; das passiert in der Google Ads Oberfläche. Wir lösen den Teil danach: Ihre verknüpften Google Ads Konten werden markenweise mit Meta, TikTok, Criteo und GA4 zusammengeführt, jede Kampagne wird per KI zu priorisierten Maßnahmen mit Begründung gelesen, und bei Auffälligkeiten gibt es eine Meldung. Wenn Sie ein Portfolio aus vielen Konten auf einem Bildschirm sehen wollen, ist die Beta-Anmeldung offen.